Neato Botvac D5 Connected vor Basisstation

Testbericht des Neato Botvac D5 Connected

Hochleistungsfähig, präzise navigierend via LaserSmart, WLAN-fähig, Neato rührt die Werbetrommel für eines seiner neuesten Produkte, den Neato Botvac D5 Connected. Der leistungsfähige Staubsaugerroboter scheint ideal für HaustierhalterInnen und/oder AllergikerInnen mit Haushalten bis 150 m². Kann der D5 den vollmundigen Versprechungen gerecht werden?

Neato Robotics, das in Newark im Bundesstaat Kalifornien ansässige US-amerikanische Unternehmen steht seit Vertriebsbeginn eigener Serviceroboter im Jahre 2010 für innovative Technik, entwickelt und designed in den USA, produziert in China. Mit der XV-Serie gelang dem Konzern die Produktion des ersten, mittels Lasertriangulation navigierenden Staubsaugerroboters weltweit. Zum Durchbruch verhalf den ingenieuren von Neato die Entwicklung des Revo LDS, eines kompakten, gleichzeitig preiswerten Laser-Distanz-Sensors mit hoher Genauigkeit (Abweichung max. 3 cm auf 6 m Reichweite, 360-Grad-Messung). Im ersten Modell XV11 des Herstellers implementiert, verhalf diese zu zentimetergenauer Kartierung, zuverlässiger Abstandsmessung und folglich wirksamer Kollisionsvermeidung. Neatos methodische Navigation (Botvision), basierend auf SLAM (Simultane Lokalisierung und Kartenerstellung) ebnete mit der äußerst erfolgreichen Botvac-Serie ab 2014 den Weg des ca. 65 Mitarbeiter starken Unternehmens zu einem der erfolgreichsten Servicerobotikanbieter weltweit. Neben Robotern ohne hardwareseitige Netzwerkanbindung wie dem D80 oder D85 bot der US-amerikanische Hersteller seit Ende 2015 nun auch ein erstes WLAN-fähiges Endgerät an, das Topmodell Botvac Connected. Erstmals ließ sich per App für Android und iOS ein Staubsaugerroboter derart komfortabel und bequem per Smartphone oder Tablet fernsteuern, ließen sich Reinigungszeiten programmieren, konnte die Historie der letzten Prozesse eingesehen und auf Fehlerquellen hin kontrolliert werden. Neatos Ansatz der Fernsteuerung per App-Anwendung folgten zeitnah weitere Hersteller wie iRobot und eröffneten ein neues Marktsegment netzwerkfähiger Haushaltsroboter, deren eigentlicher Mehrwert die Integration in das heimische WLAN darstellte, inkl. aller daraus entstehenden Vor- und Nachteile.

Seit nunmehr 7 Jahren wirbt der US-amerikanische Hersteller Neato Robotics sehr erfolgreich mit Staubsaugerrobotern aus dem eigenen Hause. Jüngst wurde die erfolgreiche Botvac-Connected-Serie des Konzerns um zwei Produkte erweitert. Während das Modell D3 Connected eher für kleinere Haushalte bis max. 120 m² konzipiert wurde, gibt Neato für den D5 eine Flächenleistung von bis 150 m² an. Beide Roboter agieren in einem eng umkämpften Markt- respektive Preissegment, welches durch Produkte verschiedener Hersteller, darunter auch Robotern des Marktführers iRobot, besetzt ist. Hierzulande erhältlich ist der Neato D5 über unterschiedliche Versandhändler, teils inklusive einer mehrjährigen Garantieerweiterung. Preislich startet der Botvac bei ca. 550 Euro inklusive Versand, einem durchaus gerechtfertigten Endpreis. Im folgenden Test soll hinreichend erörtert werden, wie sich das Modell D5 in Bezug auf Ausstattung, Zuverlässigkeit, Reinigungsqualität und Bedienfreundlichkeit schlägt.

Neato BotVac D5 Connected Staubsaugerroboter
Neato BotVac D5 Connected Staubsaugerroboter

Überblick

Im Folgenden wird der Staubsaugerroboter hinsichtlich seiner Stärken und Schwächen Schritt für Schritt analysiert und beschrieben. Diese Einschätzungen wurden unter dem Gebot der Objektivität verfasst, enthalten möglicherweise zudem subjektive Eindrücke. Des Weiteren beziehen sich diese Erfahrungswerte auf lediglich ein Exemplar des Modells, basieren ausschließlich auf dem mehrwöchigen Betrieb im Haushalt des Autors, welcher sich in Größe, Ausstattung, Wahl des Bodenbelags, der Raumaufteilung usw. mitunter stark von dem anderer InteressentInnen unterscheidet. Dies gilt es beim Lesen der nächsten Abschnitte unbedingt zu bedenken.

Inhaltsverzeichnis

  1. Bestellung & Versand
  2. Verpackung & Lieferumfang
  3. Optik & Haptik
  4. Schmutzbehälter
  5. Pflege & Wartung
  6. Hardware & Software
  7. Grundsätzliches
  8. Bedienung
  9. Navigation
  10. Saugstufen
  11. Sensorik
  12. Reinigungsleistung
  13. Akkukapazität
  14. App-Unterstützung
  15. Widrigkeiten
  16. Fazit
  17. Update #1

Bestellung & Versand

Neato bietet den D5 über verschiedene Onlineshops sowie auch lokal in entsprechenden Elektronikfachmärkten an. Zur Zeit meiner Order schaltete einer der Händler eine Rabattaktion für die beiden neuen Connected-Modelle, beide konnten um mehr als 20 Prozent vergünstigt inkl. Zusätzlichen Zubehörs sowie einer Garantieerweiterung auf 5 Jahre erworben werden. Der Endpreis für das lukrative Gesamtpaket betrug 499 Euro. Zahlreiche erste Erfahrungsberichte wiesen dem Roboter eine hohe Qualität zu. Es lag daher auf der Hand, das mittlere Modell D5 alsbald zu testen. Der Versand erfolgte am darauffolgenden Werktag, der Artikel ging schließlich nach zwei weiteren Tagen am Empfangsort ein. Einen Direktvertrieb, wie man ihn beispielsweise vom Anbieter Vorwerk kennt, existiert bei Neato nicht. Dies hat den erfreulichen Nebeneffekt, dass der Sauger gewissen Preisschwankungen unterlegen ist und ab und zu teils erheblich vergünstigt angeboten wird. Der Rückgriff auf eine Garantieverlängerung dürfte sich – egal ob zum normalen oder rabattierten Preis erworben – über die Jahre der Nutzung hinweg schnell bezahlt machen. Zu viele Teile am Roboter wie etwa die Motoren der Radantriebe, die Plastikgetriebe, der LDS-Motor oder aber der Gebläsemotor unterliegen hoher Beanspruchung. Diese über Jahre hinweg je nach Verwendungshäufigkeit mehr oder minder belasteten Bestandteile unterliegen einem gewissen Verschleiß. Ausfälle nach zwei bis drei Jahren liegen im Bereich des Erwartbaren, bestenfalls Möglichen. Hier sollte keinesfalls am falschen Ende gespart und auf eine derartige Absicherung verzichtet werden. Ein Ausfall, eine Reparatur bei einem europäischen Dienstleister, der Versand hin und zurück, alle diese Faktoren summieren sich im ungünstigsten Fall auf mehrere Wochen, hohe Rechnungsbeträge für die Instandsetzung inbegriffen. Eine entsprechende Gerätegarantie kann den Ausfall zumindest aus finanzieller Sicht leidlicher gestalten und einem die Freude am Roboter auch über solch ärgerliche Zwischenfälle hinweg erhalten. Andere Bauteile des D5 hingegen dürften über viele Jahre zuverlässig arbeiten, ein solcher Roboter kann somit über mehr als 5 Jahre zuverlässig seinen Dienst verrichten, eine Reparatur ist auch in Bezug auf den eigenen ökologischen Fußabdruck sinnvoll.

Verpackung & Lieferumfang

Der Roboter wurde, sicher verstaut in einer stabilen Kartonage in einer ansprechenden, sicheren Verpackung geliefert, der eigentliche Staubsauger lagerte umrandet von einem Pappring mehr oder minder erschütterungssicher, eingehüllt in eine dickere Folie. Neben dem Serviceroboter befanden sich eine Basisstation samt zweier ca. 1,8 Meter langer Kaltgerätekabel für europäische und amerikanische Norm, eine weitere Hauptbürste, ein zusätzlicher Filter sowie eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang. Nach Auspacken der Einzelteile nahm das Inbetriebnehmen des Roboters nur wenig Zeit in Anspruch. Während iRobot seine Saugroboter der Topmodellreihe 900 mit Infrarotlicht-gesteuerten Absperrvorrichtungen versieht, setzt Neato gleichfalls wie Vorwerk oder Xiaomi auf die Verwendung bewährter Magnetsensorik sowie eines entsprechenden Bandes, welches den Roboter vor Abstürzen an Gefahrenstellen bewahren soll. Derlei Magnetband, welches im Original von Neato für stolze 20 Euro angeboten wird, kann ebenso verwendet werden wie das deutlich günstigere Pendant von Vorwerk, das lediglich mit ca. 14 Euro pro Rolle (4 Meter) zu Buche schlägt.

Optik & Haptik

Der Neato Botvac D5 Connected besticht mit zeitgemäßer Optik. An der Oberseite ist das Gehäuse in mattem Schwarz gehalten. Der Abdeckung des Schmutzbehälters wurde ein carbonartig anmutendes Finish verliehen. Alles wirkt sehr hoch wertig, auch der Griff, welcher sich bereits bei Vorgängermodellen der Botvac-Serie als auch beim VR100 und VR200 von Vorwerk von großem Nutzen zeigte. Neatos Produktentwicklung hat bei der Connected-Serie ganze Arbeit geleistet. Der D5 wirkt im Vergleich zum etwas teureren Topmodell der Reihe in gleichem Maße hochwertig, ansehnlich, optisch überzeugend. Gleiches gilt für die Ergonomie, welche Neato über die letzten Jahre stetig optimierte. Dem mittleren Connected mangelt es an nichts, außer einem zentralen Display sowie entsprechender Bedienknöpfe. Diese Form der direkten Bedienung und Einstellung des Roboters am Gerät selbst bleibt auch weiterhin dem Connected als auch dem nicht netzwerkfähigen D85 vorbehalten. Bumper, Rück- und Unterseite sowie das Chassis des Staubsaugerroboters bestehen des Weiteren aus mattem, schwarzem Polymer. Insgesamt wirkt der Roboter 2017 sehr modern, robust und in großen Teilen unverwüstlich, die Verarbeitung zeigt sich angesichts des Preises angemessen und der Funktion mehr als zuträglich. Die verwendeten Kunststoffe wirken stabil, sind leicht angeraut, lassen sich größtenteils gut reinigen, zeigen insbesondere bei weißen bzw. hellen Möbeln, heller Wand- oder Fußleistenfarbe alsbald Spuren vergangener Berührungen. Nach mehrjährigem Betrieb dürfte der D5 zahllose Kratzer und Striemen auf der durchgehend matten Oberflächenstruktur aufweisen, dies beeinträchtigt seine Funktion jedoch in keiner Weise.

Schacht des Schmutzbehälters
Schacht des Schmutzbehälters

Schmutzbehälter

Der bis auf den Deckel zum größten Teil aus transparentem Kunststoff bestehende Schmutzbehälter lässt sich anwenderfreundlich über die Oberseite des Gerätes entnehmen und gibt hiernach sofort einen hinreichenden Blick auf seinen Füllstand wieder, einer täglichen, einfachen Kontrolle steht somit nichts im Wege. Der Behälter besticht durch teils dicke Kunststoffmaterialien, er lässt sich spielend leicht feucht auswischen, kann ohne weiteres ausgesaugt werden und sitzt aufgrund der Dichtungen am Zugang zum Saugkanal und Filterausgang (rückseitig am Schmutzbehälter) als auch angesichts der überzeugend konzipierten Aufnahme fest und dicht. Der Behälter zeigt im Vergleich zum VR100 ein deutlich größeres Volumen. Die Filterentnahme gestaltet sich dank der Arretierung einfach. Dessen Fläche über die gesamte Behälterbreite ermöglicht auch bei höheren Verschmutzungsgraden bzw. Füllstand einen überzeugenden Luftdurchsatz. Dank des durchdachten Aufbaus lässt sich der Filtereinsatz auch im Betrieb schnell reinigen, durch Absaugen, Ausklopfen oder einfache Entleerung. Im Gegensatz zum Roomba 980 besitzt der Connected-Behälter keinerlei Kontakte, welche gereinigt werden müssten. Der Verzicht, das Sauggebläse in diesem unterzubringen, macht die Reinigung somit zum Kinderspiel.

Durchdachter Schmutzbehälter
Durchdachter Schmutzbehälter

Pflege & Wartung

Über die Geräteoberseite zugänglich ist der einzige, mehrfach belegte Bedienknopf des Roboters, der als Starttaste (langer Druck startet, pausiert und bricht Reinigungsvorgang ab), Spotreinigungstaste (kurzer Druck startet, pausiert, bricht Spotreinigung ab) und Ein-Aus-Schalter (Ein- und Ausschalten des Geräts) fungiert. Zwei zusätzliche Hinweis-LEDs informieren über eine bestehende WLAN-Verbindung (Blinken bei Aufbau oder Unterbrechung, Leuchten bei bestehender Verbindung) sowie den Akkustand (Grün bei vollem Akku, Orange bei mittlerer, Rot bei zur Neige gehender Kapazität) des Geräts. Auch werden hierüber Fehlermeldungen optisch in der Farbe Rot wiedergegeben. Die rechts an der Unterseite gelagerte viergliedrige Seitenbürste ist mit im Vergleich zu anderen Robotern eher kurzen Borsten ausgestattet, welche es dennoch aufgrund der D-Form erlauben, auch in kleinsten Ecken und bei Kantenfahrt Schmutzpartikel zum Saugkanal sowie der Kombibürste (Borsten und Lamellen) zu geleiten. Letztere ist wie bei einigen Konkurrenzprodukten bspw. von Neato mit Borsten und Lamellen ausgestattet. Die im Vergleich zum Xiaomi längeren Lamellen tragen zur hervorragenden Reinigungsleistung bei. Indem die Borsten als auch die Lamellen den jeweiligen Bodenbelag bürsten, werden selbst größere Schmutzpartikel ohne weiteres aufgenommen und zur Mitte des Saugschachtes transportiert. Nicht nur werden Teppichflächen äußerst effektiv gereinigt, die Hauptbürste hinterlässt ferner sichtbare Spuren im Teppich, welche auf die gründliche Reinigung hinweisen. Die Hauptbürste als auch die per magnetischem Sechskantkopf fixierte Seitenbürste lassen sich leicht entnehmen, um diese von Haar- und Flusenrückständen zu befreien. Es ist ausdrücklich kein Werkzeug notwendig, um beide Verschleißteile zu säubern, Neato hat demnach den sinnvollen Spagat zwischen größtmöglicher Haltbarkeit und einfacher Gerätepflege auch bei den neuen Modellen beibehalten, zum Vorteil der Kunden.

Hardware & Software

Die Ladestation des Roboters ist, obgleich das Netzteil innerhalb des Gehäuses integriert ist, relativ leicht. Dies bedingt eine trotz unterseitig angebrachter Gummierungsflächen hohe Wahrscheinlichkeit des Verschiebens selbiger im Betrieb. Um dies zu verhindern, empfiehlt sich auch beim Botvac D5 eine Fixierung mittels doppelseitigem Klebeband am endgültigen Aufstellungsort des Roboters über die Unterseite der Basisstation (Klebestreifen auf gummierte Flächen ausreichend). So kann die Ladestation auch nach mehrmaliger Kollision nicht verschoben werden, was die Wahrscheinlichkeit des Roboters, diese nach erfolgreichem Reinigungsprozess nicht mehr wiederzufinden, nachhaltig ausschließt. Die Basis wirkt hinsichtlich ihrer Breite und Tiefe recht kompakt, bietet jedoch dank der großflächigen Ladekontakte viel Raum, welcher es dem Roboter einfach machen sollten, erfolgreich anzudocken. Dies geschieht rückwärtig, indem der D5 nach Positionsbestimmung die Ladestation anvisiert, ca. 30 cm vor ihr hält, um sich um 180 Grad zu drehen und hiernach rückwärts die letzten Zentimeter zu bestreiten. Neato hat beim Optimieren des Andockalgorithmus ganze Arbeit geleistet. Dank Infrarottechnik erfolgte das Andocken bislang immer zuverlässig, der Botvac fand bei entsprechender Stromversorgung ein jedes Mal zur Ladestation zurück. Ein Reinigen der Kontaktflächen am Roboter als auch an der Basis bei täglichem Betrieb ist zumindest in größeren Abständen durchaus zu empfehlen. Ein Andocken kann wie bei anderen Modellen auch nur dann erfolgen, wenn die Basis am Stromnetz angeschlossen ist. Nutzer, welche eine Zeitschaltuhr verwenden, sollten sicherstellen, dass zur Zeit der Reinigung die Ladestation in jedem Fall mit Strom versorgt wird, da ansonsten der Roboter diese nicht finden würde.

Grundsätzliches

Einmal angedockt, lädt der Roboter den Akku zu 100% Prozent auf, insofern Strom anliegt. Kann das Gerät die Ladestation nicht erreichen, erzeugt es einen akustischen Hinweis in Form eines Signaltons und signalisiert über die rote Status-LED an der Oberseite einen Fehler. Ein Nachvollziehen dieser Fehlermeldung ist ausschließlich über die mitgelieferte Gebrauchsanleitung oder die hauseigene App-Anwendung möglich. Über ein Display verfügt der D5 im Gegensatz zum größeren Modell Connected leider nicht. Ein Blick auf die vielfältigen Hinweise und Informationen innerhalb der App schadet insbesondere bei Erstinbetriebnahme und nach dem Liegenbleiben bei Unerfahrenheit nicht. Neben bebilderten Hilfestellungen gewähren beide Quellen hinreichende Einblicke in die Programmierung des Roboters und verweisen auf zahlreiche Tipps zum Reinigen und Pflegen des Geräts. Der Roboter signalisiert gleichfalls Komplikationen während des Reinigungsvorgangs, bspw. beim Einsaugen von größeren Gegenständen (Kleidung, Kabel, hochflorige oder leichte Teppiche), welche die Haupt- und/oder Seitenbürste blockieren, bei Steckenbleiben unter Möbelstücken oder Hängenbleiben auf Türschwellen akustisch und optisch über die im Startknopf integrierte LED. Gleichfalls gibt der Roboter über diese Status-LED Rückmeldung zum Aktualisierungsfortschritt der Firmware. Letztere wurde in den vergangenen Monaten nach meiner Kenntnis mindestens einmalig aktualisiert. Dies funktioniert zuverlässig per OTA-Update über die bestehende WLAN-Verbindung. Zwei weitere LEDs visualisieren in den Farben Grün und Blau den eigentlichen Ladevorgang (Pulsieren) bzw. die Akkukapazität (Leuchten) sowie den Status der WLAN-Verbindung. Leicht verständlich macht der D5 somit auf Probleme aufmerksam, informiert über den eigenen Status und gewährt Einblick in die Funktionsweise. Rot im Bereich der Hinweis-LED hingegen steht für einen teilentladenen bzw. entladenen Akku, welcher des Nachladens bedarf.

Bedienung

Der Staubsaugerroboter kennt im Vergleich zum Connected (Power- und Eco-Modus) lediglich einen Betriebszustand. Ein Wechseln der Gebläseleistung ist nicht möglich. In der Phase nach dem Andocken lädt er bis zum Erreichen der vollständigen Kapazität, wechselt anschließend in den Modus der Erhaltungsladung und verbraucht hiernach ca. 3,6 Watt pro Stunde. Auch nach 24 Stunden steht der Roboter timergesteuert oder durch Drücken des Clean-Knopfes jederzeit zur Reinigung bereit. Einzig nach Trennung der Basisstation vom Stromnetz schaltet sich der Roboter nach ca. 24 Stunden aus, weist auf diesen Vorgang jedoch per Push-Nachricht rechtzeitig hin. Hiernach erfolgende timergesteuerte Reinigungsvorgänge werden nicht ausgelöst. Ein Betrieb über einige Tage ohne Zugang zum Stromnetz ist demnach nicht möglich, da das Gerät nach Zugriff auf die App-Steuerung nicht gestartet und somit für weitere Prozesse verfügbar gemacht werden kann. Um eine derartige Abschaltung zu verhindern, muss der Roboter im Zeitraum von max. 24 Stunden mindestens einmal über die Basis mit Strom versorgt werden. Während dieser Zeit signalisiert der Neato mindestens ein Mal die Netztrennung mittels akustischer Signale bzw. optischem Hinweis per Status-LED. Wer Warntöne unterbinden möchte, muss das Gerät ausschalten, wodurch die timergesteuerte Reinigung unterbrochen wird. Per mehrsekündigem Knopfdruck auf den Startknopf lässt sich der Staubsauger sowohl ein- als auch ausschalten. Einer längeren Nichtnutzung steht somit nichts im Wege.

LDS-Einheit des D5 Connected
LDS-Einheit des D5 Connected

Navigatorisch zeigt sich der Neato Botvac D5 Connected im Vergleich zum restlichen Mitbewerberfeld in Anbetracht des Funktionsumfangs als auch der technischen Raffinessen durchdacht, zweckmäßig, effektiv. Dem Roboter gelingt die problemlose Navigation auch auf Flächen größer 100 m². Unterschiedliche Räume, Fußbodenbeläge, Einrichtungsgegenstände sowie ein Betrieb in absoluter Dunkelheit stellen dank der verbauten LiDAR-Technik, welche per Laser die Umgebung vermisst, Hindernisse erkennt, Wegstrecken plant und Räume wechselt, keinerlei Problem dar. Dank der quadrantbasierten Navigation werden zusammenhängende Reinigungsbereiche in einzelne Segmente unterteilt, welche zuerst über den Rand abgefahren, hiernach im Inneren gereinigt werden. Diesem Vorgehen folgt der Botvac wie bereits seine Vorgänger Schritt für Schritt in jedem neuen Quadranten, welchen er abfährt. Ein solcher Abschnitt kann sich unter Umständen auch auf zwei unterschiedliche Räume erstrecken. Ca. 4 x 4 Meter nimmt ein solcher Quadrant bei Neatos D5 ein. Über das Anlegen einer Karte des Haushalts auf dem Gerät findet der teilautonome Staubsauger jederzeit zur Basisstation zurück, bspw. um bei Befahren größerer Flächen nachzuladen, bevor er den Reinigungsvorgang fortsetzt. Einzig dunkle Teppiche können zum Problem werden, falls diese schwarze Bereiche aufweisen. Dies gilt gleichfalls für Fußmatten bzw. Fußabtreter. Hier kann letztlich nur ein Test zeigen, ob der Neato mit Ihrem Exemplar an Auslegware etc. zurecht kommt. Pauschalaussagen dahingehend sind wenig sinnstiftend.

Saugstufen

Der Roboter bietet lediglich eine einzige Saugstufe an, den normalen Modus mit erwartungsgemäß hoher Drehzahl des Gebläses. Die Lautstärke während des Betriebs ist als deutlich vernehmbar zu bezeichnen. Eine verminderte Gebläseleistung zur Reduzierung der Emissionswerte ist nicht vorgesehen, gleichfalls ein spezieller Reinigungsmodus für Teppichflächen. Erfahrungsgemäß ist die Reinigungsleistung des Neato Botvac D5 Connected dennoch beachtlich, eines Turbo-Teppich-Modus bedarf es nicht. Dank der breiten, hochwertigen Hauptbürste erzielt dieser hochwertige Reinigungsergebnisse und muss sich auch vor teureren Mitbewerben diesbezüglich nicht verstecken. Einzig das Laufgeräusch des Roboters bietet Raum für Verbesserungen. Die kleineren Sekundärrollen sind beim Überfahren von Dielenboden hinlänglich wahrnehmbar. Ein weicheres Material des Rollenkörpers hätte hier Abhilfe schaffen können, dann womöglich auf Kosten eines höheren Verschleißes. Der Geräuschpegel erschwert einen Aufenthalt in ein- und demselben Raum, in dem der Roboter operiert. Somit bietet sich das Gerät vorrangig für einen Betrieb während der eigenen Abwesenheit an. Für anwesende Menschen wie Haustiere ist die Lautstärke nicht sonderlich erträglich. Gespräche in normaler Lautstärke sind zwar durchaus mit einzelnen Unterbrechungen zu führen, das Konsumieren von multimedialer Unterhaltung ist demzufolge nur noch eingeschränkt möglich. In Sachen Reichweitenleistung überzeugt der D5 mit einer maximalen Betriebszeit von bis zu 90 Minuten. Die effiziente Navigation auch im Bereich von Stuhl- und Tischbeinen gepaart mit den Vorteilen der breiten Hauptbürste ermöglicht dem Roboter eine ausgezeichnete Leistungskennzahl (Zeitbedarf pro m²).

Sensorik

Ist der Neato Botvac D5 Connected einmal unterwegs, verhält er sich nach einem für viele nicht chaotisch navigierende Staubsaugerroboter typischen Schema. Nach Start des Reinigungsprozesses dreht der Roboter zur rechten Seite, sucht die entsprechende Kante des ersten Quadranten im Raum, welchen er berechnet hat und fährt an dieser solange entlang, bis er auf einen Widerstand stößt, welchen er über die Frontsensoren (Bumper) bei Berührung bzw. Kollision erkennt. Des Weiteren besitzt der D5 die Möglichkeit, Hindernisse über die Erfassung des Lasers an der Oberseite des Roboters zu erkennen. Der Bumper, eine umlaufende Verkleidung im Frontbereich des Geräts, welche über Federn und Sensoren Zusammenstöße an die Software liefert, kommt bei Reinigungsfahrten häufig zum Einsatz. Die LiDAR-Einheit ist aufgrund ihrer Position in der Lage, Hindernisse ab einer gewissen Höhe zuverlässig zu erkennen. Auch müssen diese Möbel, Einrichtungsgegenstände usw. eine gewisse minimale Breite von ca. 1 cm aufweisen, damit der Laserstrahl hinreichend Reflexion auf der Oberfläche erfährt. Insbesondere Glasscheiben, bodennahe Fensterflügel oder Spiegel bereiten der Lasernavigation erhebliche Probleme. Da es dem Neato an einem Ultraschallsensor mangelt (VR200, Xiaomi), gelingt ihm folglich nicht immer die rechtzeitige Erkennung des Gegenstands samt vorausschauendem Ausweichen. In solchen Situationen stoppt der Roboter bei Aktivierung der Bumpersensoren ruckartig und versucht anschließend, das Hindernis zu umkreisen. Dies gelingt ihm insbesondere bei Stuhl- und Tischbeinen sehr gut, welche er in teils engen Radien umfährt. Hiernach sucht er erneut die entsprechende Kante und folgt dieser bis zum nächsten Kollisionspunkt. Gelingt dem Botvac das Anfahren eines Gegenstands nicht, dreht er sich auf der Stelle und ermittelt hierdurch über die Sensorik einen Ausweg. Der Kantensensor wie auch die restlichen an der Unterseite des Roboters sollten in regelmäßigen Abständen gesäubert werden, um ihre Funktionstüchtigkeit zu wahren. Gleiches gilt für den Bumper, in dessen Spalt an der Unterseite gröbere Verschmutzungen eindringen und die Funktion beeinträchtigen können. Auf Freigängigkeit des Kollisionsschutzes sollte stets geachtet werden. Zum Ausgrenzen bestimmter Bereiche dient das mitgelieferte Magnetband, welches zuverlässig die im Roboter verbauten Sensoren anspricht und ein Überfahren außer bei rückseitigem Aufbocken wirkungsvoll verhindert. Dieses Band lässt sich ohne weiteres mit doppelseitigem Klebeband vor Treppenauf- und Treppenabgängen fixieren, unter dünnen Teppichen positionieren (Dicke bis 1,5 cm) und dient so als effektive Barriere, welche durch den Roboter nicht überschritten wird. Sinnvoll kann zum Beispiel die Abgrenzung von Spielbereichen in Kinderzimmern auf diese Weise realisiert werden. Im Gegensatz zum Original von Neato ist das Magnetband von Vorwerk deutlich günstiger zu erwerben, funktioniert ebenfalls tadellos und bietet demnach eine preiswertere Alternative.

Reinigungsleistung

Beobachtet man den Neato D5 während des Reinigungsprozesses, so fällt auf, dass dieser mit im Vergleich zu anderen Robotern teils gemächlicher Geschwindigkeit seine Bahnen zieht, gleichfalls bei Umrundung von Hindernissen behaglich zu Werke geht. Seine überaus gründliche Reinigungsleistung spricht für sich. Kanten werden sauber und zielführend abgefahren, Hindernisse gekonnt und teils eng umfahren, auch Schwellen bis zu einer gewissen Höhe (ca. 1,7 cm) gut überstiegen bzw. Rampen erklommen. Feinstaub nimmt der D5 bei Einsatz eines Originalfilters ebenso wohlwollend auf wie größere Partikel, die Hauptbürste verklemmt nur selten. Gemessen an anderen Modellen im gleichen Preissegment bietet der Roboter eine sehr effektive Kombibürste aus Borsten und Lamellen, welche bodenschlüssig aufliegt und so auch auf Glattböden zu einem hervorragenden Reinigungsergebnis führt. Die Breite der Hauptbürste verleiht dem Vorwerk die Fähigkeit, Räume in geringer Anzahl an Bahnen abzufahren, die gesamte Fläche rückstandslos reinigen zu können, allerdings in seinem eigenen Tempo. Auch größere Objekte wie Flusen, Einstreu von Haustieren, Haarbüschel oder ähnliches nimmt der Staubsauger dank der Gebläseleistung sowie der Kombibürste bereitwillig auf. Schnürriemen, Kabelenden, längere Blätter oder auch Socken stellen für alle Saugroboter mit rotierender Hauptbürste ein vornehmliches Problem dar, da diese sich allzu schnell um die Hauptbürste wickeln und hiernach für eine Blockade dieser sorgen. Achten Sie daher immer darauf, derlei Gegenstände fern zu halten bzw. im Vorhinein einer Reinigung zu beseitigen. Die D-Form, welche hinsichtlich der Kanten- und Eckenreinigung klare Vorteile aufweisen kann, bringt einen entscheidenden Nachteil mit sich. Sie erschwert dem Gerät das Navigieren auf kleinstem Raum. Hier kam es wie schon beim VR100 wiederholt nach erfolglosen Versuchen des Sich-frei-fahrens zum für D-Sauger typischen Aufbockverhalten. In jeder dieser Situationen versuchte der Staubsauger im Vorfeld mehrmalig, über das Drehen um die eigene Achse per Lasermessung einen Ausweg aus der Engstelle zu finden. Nachdem diese Option ausgeschöpft war, fuhr der Roboter rückwärts, an Wänden, Möbeln und Einrichtungsgegenständen hoch und manövrierte sich daraufhin in die missliche Lage, abschalten und über eine Warnmeldung seinen Status kund tun zu müssen. Insbesondere in diesem einen Bereich zeigen sich derart konzipierte Roboter (D-Form) runden Modellen gegenüber merklich unterlegen. Aufgrund ihrer Bauform ist ihnen ein freies Drehen auf der Stelle bei Kontakt von Möbelkanten oder anderweitigen Hindernissen nicht möglich, sie bleiben infolgedessen des Öfteren an einem Stuhl- oder Tischbein hängen und suchen einen Ausweg über die Rückwärtsfahrt. Da der Roboter im Heck jedoch über keinerlei weitere Sensorik verfügt, kommt es reproduzierbar in gewissen Situationen zu solchem Aufbocken. Einmal bekannt ließe sich dem Problem durch Hochklappen der Stühle oder Umgruppieren der Einrichtungsgegenstände leicht entgegenwirken. Daher ist es ratsam, jeden Roboter gleich welcher Bauart bei den ersten Reinigungsfahrten zu begleiten und solche Problembereiche wahrzunehmen und im Vorfeld des nächsten Vorgangs zu entschärfen bzw. beseitigen. Begrenzt wird die Reinigungsleistung des Connected lediglich durch die im Vergleich zu runden Modellen sehr kurz ausfallende Seitenbürste. Dies macht der Roboter hinlänglich wett, indem dieser formbedingt vollständig in 90-Grad-Ecken einfahren kann. Auch größere Staubmengen und/oder Haare von Mensch und Tier sowie Staubflusen werden von der Kombibürste erfolgreich aufgenommen. Allerdings besteht bei Einsaugen langer Haare wie bei anderen Hauptbürsten dieser Art auch die Neigung, diese um die Hauptbürste zu wickeln. Ein Entfernen der Rückstände und Haarbüschel, welche sich ungünstigerweise auch im Bereich der seitlichen Lager ansammeln können, ist daher dringend zu empfehlen.

Anti-Rutsch-Pads der Basisstation
Anti-Rutsch-Pads der Basisstation

Akkukapzität

Die Kapazität des 4200 mAh fassenden Akkus reichte nach dem ersten Aufladen für ca. 90 bis 95 Quadratmeter. Bei größeren Etagen jenseits der 100 m² stellt das Nachladen eine probate Lösung dar, um schlussendlich die Gesamtfläche zu reinigen. Wird der Filter regelmäßig abgesaugt und/oder per Vorfilter vor grober Verschmutzung bewahrt, gelingt dem D5 im täglichen Einsatz eine vortreffliche Reinigungsleistung auch auf kurzflorigem Teppich (max. Höhe 1,7 bis 1,8 cm). In Bezug auf die Akkukapazität kann der Staubsauger nicht mit allen aktuellen Topgeräten mithalten, welche dank größerer Akkupacks (bspw. Xioami 5200 mAh) oder effizienterer Technik bis zu zweieinhalb Stunden Laufzeit offerieren. Die planmäßige Navigation (Kanten – Quadrant – Bahn für Bahn) verhilft dem Roboter zu einem lückenlosen Reinigungsergebnis. Seine überzeugende Leistung hat zur Folge, dass die Staubentwicklung sowie der sich frei in der Raumluft bewegende Staubanteil und damit künftige Ablagerungen auf Möbeln und Böden deutlich zurückgehen. Die qualitativ hochwertigen Filter der Firma Neato dürften sich insbesondere für Allergiker schnell bezahlt machen.

App-Unterstützung

Die Einrichtung des Roboters erfolgt mittels der Neato-App bequem und komfortabel über ein vorhandenes Smartphone und/oder Tablet. Am Gerät selbst kann mangels fehlendem Display weder die timergesteuerte Reinigung aktiviert oder deaktiviert werden, noch Uhrzeit und Datum konfiguriert oder die Einbindung ins heimische WLAN angestoßen werden. In jüngster Vergangenheit zeigten sich hinsichtlich der Stabilität der WLAN-Verbindung Probleme im Betrieb bei einer nicht unbeträchtlichen Zahl an NutzerInnen. Neato versprach daraufhin, mittels eines Firmware-Updates alsbald Abhilfe zu schaffen. Noch immer ist dieses Problem nicht gänzlich behoben, dennoch stellte sich zwischenzeitlich eine deutliche Verbesserung ein. Neato zeigte sich gewillt, die Verbindungsabbrüche gezielt anzugehen. Die Zeit muss zeigen, ob der Roboter künftig nach etwaigen Optimierungen der Software immer noch unter derartigen Schwierigkeiten zu leiden hat.

Neato Botvac D5 Connected Staubsaugerroboter
Neato Botvac D5 Connected Staubsaugerroboter

Widrigkeiten

Der Neato Botvac D5 Connected vereint zahlreiche positive Merkmale in sich, welche im Fazit im Einzelnen noch einmal aufgeführt werden. Einzig folgende Aspekte trüben das ansonsten sehr gute Bild des Staubsaugerroboters:

  • im Vergleich zu aktuellen Topmodellen geringere Akkulaufzeit
  • Laufgeräusch der Sekundärrollen auf rauen Oberflächen deutlich wahrnehmbar
  • Fehlen einer zweiten Saugstufe mit verminderter Gebläseleistung
  • Kartendarstellung in Neato-App dem Topmodell Connected vorbehalten
  • Verzicht auf Display am Gerät zwingt zur Bedienung über die App

Die im Vergleich zu anderen Modellen unwesentlich geringere Akkukapazität, das fehlende Display am Gerät selbst als auch der Zwang zur WLAN-Einbindung und App-Nutzung mögen den bzw. die ein oder andere InteressentIn stören. Im Großen und Ganzen stellen diese vermeintlichen Nachteile jedoch nur geringe Einbußen im Vergleich zum größeren Connected dar und sollten vom Kauf des Roboters nicht abhalten, welcher wie bereits weiter oben angeführt über eine erstklassige Reinigungsqualität verfügt. Der Vertrieb über verschiedene Onlineversandhäuser bietet zudem die Möglichkeit von Preisnachlässen und Angeboten inkl. weiteren gerätespezifischen Zubehörs. Auch die Möglichkeit der Garantieerweiterung auf ganze 5 Jahre zeichnet den Neato Botac D5 Connected als lohnenswerte Alternative zu teureren Modellen anderer Hersteller aus.

Fazit zum Neato Botvac D5 Connected

Wer einen zuverlässigen, intelligent navigierenden und überzeugend reinigenden Staubsaugerroboter sucht, findet im Neato Botvac D5 Connected eine qualitativ hochwertige Kaufoption. Zahlreiche positive Merkmale kann dieser in sich vereinen. Für aktuell ca. 549 Euro erhält der bzw. die interessierte KäuferIn folgende Leistungen:

  • teilautonomer Serviceroboter
  • intelligentes und planvolles Navigieren durch Räume oder ganze Stockwerke
  • Lasereinheit zur Raumerfassung und -vermessung
  • Betrieb auch bei absoluter Dunkelheit möglich
  • Erkennung von Hindernissen und Abgründen durch umfangreiche Sensorik
  • Ausweichen und Umfahren von Gegenständen durch Bumper-, Nahbereichs- und Kollisionssensoren
  • überzeugende Reinigungsleistung
  • deutlich vernehmbares Laufgeräusch auf unebenen Böden (Sekundärrollen)
  • breite Hauptbürste zur effektiven Schmutzentfernung
  • gemächliche Geschwindigkeit bei Reinigung
  • hohe Flächenleistung pro Minute
  • eine einzige Saugstufe, keine Wahlmöglichkeit bspw. zwischen Eco- und Normalmodus vorgesehen
  • timergesteuerte Reinigung inkl. Reinigungshistorie innerhalb der App
  • Steuerung durch App
  • problemloses Reinigen des mittelgroßen Schmutzbehälters sowie Bürstenwerks aufgrund der simplen, robusten Mechanik
  • optisch ansprechendes Design und durchdachte Funktionalität
  • robustes Gehäuse in mattem Schwarz
  • übersichtliche Status- und Hinweis-LEDs
  • Tragegriff zum Transport zwischen Stockwerken oder Räumen
  • angemessener Endpreis
  • Möglichkeit der Garantieerweiterung auf 5 Jahre
  • Zubehör in Originalqualität nicht sonderlich preiswert

Nach nunmehr über 2 Wochen Betriebszeit bin ich nach wie vor begeistert vom Botvac D5 Connected. Er leistete sich bislang nicht einen einzigen groben Patzer. Zwar klettert er nicht derart souverän wie ein Vorwerk Kobold VR200, der dank seiner Kletterhilfe selbst Schwellen mit 2 cm Höhe zu überwinden in der Lage ist und auch ein Display zur Anzeige und Konfiguration des Roboters wäre sinnstiftend gewesen, dennoch weiß der Botvac auf ganzer Linie zu überzeugen. Er ist schnell, effizient, reinigt vortrefflich, navigiert überzeugend und lässt sich zudem sehr leicht warten bzw. reinigen. Einzig der Umstand der Gehäusehöhe von 10 cm trübt das äußerst positive Gesamtbild. Dies betrifft ausdrücklich nur jene InteressentInnen, die auf eine Unterfahrhöhe kleiner 10 Zentimeter angewiesen sind und durch die Höhe des Modells eine Einschränkung in der Reinigungsleistung mangels Säuberung unter Sofas, Kommoden oder Regalen befürchten müssten. Ist dem nicht so, drängt sich ein Test des D5 in heimischen Gefilden geradezu auf. Trotz WLAN-Problemen, welche alsbald hoffentlich durch weitere Firmware- und App-Aktualisierungen behoben werden, scheint der D5 gerade hinsichtlich der Zuverlässigkeit eine echte Empfehlung. Dies kann von dem größeren Modell Connected nicht ohne weiteres behauptet werden. Etwaige Nutzererfahrungen der letzten Monate verwiesen wiederholt auf die mangelhafte Qualitätskontrolle in Bezug auf die Roboter Botvac Connected und Botvac D85. Zahlreichen Exemplaren dieses Typs war ein fehlerhaft gefertigtes Chassis zu eigen, welches zur Folge hatte, dass die Hauptbürste betroffener Modelle 1 bis ca. 3 mm über dem Boden schwebte, deren Borsten und Lamellen keinerlei Bodenkontakt aufwiesen. Eine desolate Reinigungsleistung war die Folge und machte die Effizienz beider Botvacs abschließend zu nichte. Ich selbst musste bei gleich zwei Exemplaren des Typs D85 als auch einem Connected-Modell diesen Fehler feststellen, ein Rückversand zum entsprechenden Händler war demzufolge unumgänglich. In Bezug auf die Neuzugänge D3 und D5 besteht diesbezüglich jedoch keine Gefahr. Bei keinem einzigen Neato Botvac D5 oder D3 Connected trat, soweit mir bekannt, dieser Fehler bis dato auf, nicht zuletzt dank eines neuen Chassis. Verzerrte die WLAN-Problematik nicht das überaus positive Bild des Roboters, würde ich ihm ohne jeden Zweifel die größtmögliche Empfehlung aussprechen im Bereich der Staubsaugerroboter bis 700 Euro. Sobald dieses Problem behoben ist und in Anbetracht der Möglichkeit, dass neben dem Connected sogleich der Staubsauger in absehbarer Zeit die Anzeige der Reinigungskarte erhält, dürfte der Neato Botvac D5 Connected über jeden Zweifel erhaben sein.

Update #1 | November 2018

Inzwischen ist ein Nachfolger in Sicht. Neato Robotics wurde nicht nur durch die Vorwerk Gruppe übernommen, der Konzern feilte auch ausgiebig am eigenen Produktportfolio. Mit dem neuen Flaggschiff Neato Botvac D7 Connected, vorgestellt im Mai 2018 sowie den auf der IFA 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentierten Modellen Neato Botvac D4 Connected und Neato Botvac D6 Connected erneuert das Unternehmen das hauseigene Sortiment. Mit der Neuvorstellung des D4 und D6 wurde schnell klar, dass die Versionen D3 und D5 schlussendlich nach ca. 2 Jahren am Markt durch ihre direkten Nachfolger ersetzt werden. Erfreulicherweise beglückt Neato alle BesitzerInnen eines der beiden nunmehr obsoleten Roboter mit einem Firmware-Update inkl. Funktionserweiterung. Die Newarker schreiben im entsprechenden Beitrag:

Als Bonus für Kunden des Botvac D3 und D5 Connected werden mit Hilfe eines Software-Updates später im Herbst ebenfalls die Funktionen No-Go Lines und Quick Boost bereitgestellt.

Es besteht also Hoffnung, dass die beiden Modelle D3 und D5 nicht gänzlich abgeschrieben sind, jedenfalls zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Alle EignerInnen eines der beiden Geräte wird diese Nachricht sicher erfreuen. Wann genau das Update der Firmware inkl. App letztlich veröffentlicht wird, bleibt bis dato unklar. Mit der Möglichkeit, sensible Bereiche im Haushalt wie beispielsweise Spielteppiche, Versorgungsstationen für Hund und Katze oder Hausschwein jederzeit ausgrenzen zu können, erhält die Kundschaft ein mächtiges und zugleich sinnvolles Werkzeug für den effektiven Einsatz beider Modelle im alltäglichen Reinigungszyklus.

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