Neato Botvac D7 Connected Staubsaugerroboter

Vorstellung des Neato Botvac D7 Connected

Gesteigerte Saugleistung, Turbo-Modus, dauerhafte Kartenspeicherung MyFloorPlan, optimierte Navigation, 5Ghz-Band Unterstützung – der jüngst auf der IFA präsentierte Neato Botvac D7 Connected wartet mit einer Reihe interessanter Neuerungen auf, auch hinsichtlich des anvisierten Endpreises. Alle bislang veröffentlichten Infos zum neuen Topmodell finden Sie im folgenden Artikel.

Seit Jahren begeistert das US-amerikanische Unternehmen Neato Robotics BesitzerInnen eines Signature, Botvac, Botvac D oder Botvac Connected mit Staubsaugerrobotern unterschiedlicher Ausstattung. Im letzten Jahr präsentierten die Kalifornier zwei neue Connected Modelle namens D3 und D5, welche im Vergleich zu unmittelbaren Vorgängern wie dem D85 mit einigen Neuerungen hinsichtlich ihrer Konnektivität aufwarteten. Neatos Entwicklungsabteilung zeichnete im vergangenen Jahrzehnt verantwortlich für so manche technische Neuerung am Markt und sorgte so für die stetige Weiterentwicklung des Konzepts Staubsaugerroboter:

  • laserbasierte Navigation,
  • D-Form bzw. -Optik,
  • App-Bedienung über WLAN,
  • Smart-Watch-Unterstützung,
  • Steuerung über Amazon Alexa, Amazon Echo und Facebook Chat-Bot.

Neuvorstellung

Am 31. August 2017 stellte der Konzern sein neues Topmodell vor, den Neato Botvac D7 Connected. Künftig soll dieser das bereits im Jahr 2015 eingeführte Modell Connected ablösen und verspricht einige grundlegende Neuerungen. InteressentInnen, welche in den letzten Wochen und Monaten mit dem Gedanken gespielt hatten, einen neuen Neato Roboter anzuschaffen, dürften erfreut sein. Der D7 verspricht unter Rückgriff auf das Chassis des D3 und D5 vor allem eines. Er ist möglicherweise in der Lage, die Problematik der zu kurzen Hauptbürste, welche sich bei zahlreichen EignerInnen des Vorgängers bereits kurz nach dem Auspacken in Form einer im Vergleich zu anderen Modellen des Herstellers unterdurchschnittlich schlechten Saugleistung gezeigt hatte, ein für alle Mal zu beheben.

Problematik Hauptbürste

Ich selbst konnte mich von diesem Problem Anfang des Jahres 2017 selbst überzeugen und maß an dem mir vorliegenden Exemplar eine Distanz zwischen Bodenoberfläche und Borsten der Hauptbürste von 2 bis 3 Millimetern. Ein solcher Schlupf führt dazu, dass die Hauptbürste mit Ausnahme von Teppichflächen keinerlei Reinigungswirkung erzielt und somit das letztendliche Reinigungsergebnis verglichen mit einem intakten Modell sichtbar schlechter ausfällt. Bei aktuellen D5- und D3-Exemplaren trat dieser Fehler bis dato nur äußerst vereinzelt auf. Von einem Seriendefekt, mangelnder Qualitätssicherung oder einem Konstruktionsfehler kann daher nicht die Rede sein. Alle jene, welche den D7 bereits ins Auge gefasst haben, dürfen demnach hoffen, dass der Roboter seine Reinigungsleistung dank eines überarbeiteten Chassis vollends auf die Fläche bringt.

Unterschiede Connected und D7

Welche Vorteile bietet der D7 gegenüber seinem Prädezessor? Die folgende Tabelle zeigt maßgebliche Übereinstimmungen und Unterschiede auf und soll Ihnen als Unterstützung bei Ihrer Kaufentscheidung dienen.

Neato FloorPlanner

Viele Details des neuen Topmodells wurden bislang nicht öffentlich. Die Marketingabteilung der Newarker ist äußerst umtriebig, die wenigen Vorteile des pünktlich zum Weihnachtsgeschäft startenden neuen Modells D7 Connected werbewirksam herauszustellen, bspw. die SpinFlow-Powerreinigung, welche bis dato einzig dem Connected vorbehalten war. Besonders interessant am vorgestellten Roboter scheint die FloorPlanner Advanced Mapping- & Cleaning-Technologie Neatos, welche erstmalig das komfortable Absperren einzelner Bereiche im eigenen Haushalt und somit den Verzicht auf das allseits bewährte, dennoch teure und umständliche Magnetband ermöglicht. Um beispielsweise Spielecken in Kinderzimmern, Versorgungsbereiche für Haustiere (Fress- und Wassernapf) oder problematische Engstellen von einer anstehenden Reinigung auszunehmen, ist nunmehr lediglich eine Zeichnung per Finger oder Stift in der Reinigungskarte auf Smartphone oder Tablet notwendig. Die bei der ersten Ausfahrt des Botvac D7 erstellte, bis in die letzten Winkel des eigenen Haushalts kartografierte Karte des gesamten Reinigungsbereichs kann erstmals fest gespeichert werden. Die MyFloorPlan genannte Übersicht dient künftigen Reinigungsgängen als Grundlage und macht die virtuelle Absperrung per App-Eingabe überhaupt erst möglich. Auf diese Weise lassen sich nicht nur gezielt Räume von einem Durchgang ausnehmen, die hilfreiche Funktion bietet gleichermaßen die Möglichkeit, spontan auf Bedürfnisse des Alltags einzugehen (Ruhezonen, feuchter Boden, Kinderspielzeug etc.).

Weitere Neuerungen

Unter diesem Gesichtspunkt scheinen die weiteren Änderungen, welche Neato Robotics am künftigen Topmodell vorgenommen hat, eher belanglos, dürften für ein zufriedenstellendes Reinigungsergebnis des Roboters jedoch von Relevanz sein. Zum Einen werben die Kalifornier mit einem Turbo-Modus mit erhöhter Gebläseleistung (evtl. höhere Drehzahl der Hauptbürste), zum anderen mit einer Steigerung der normalen Saugleistung. Des Weiteren weist man auf ein im Vergleich zum Vorgänger optimiertes Ausweichverhalten zur Kontaktvermeidung mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen hin. Letzteres könnte die Portierung des Clean-Care-Modus, welcher bereits im D5 Connected implementiert ist, bedeuten und wäre für alle NutzerInnen mit empfindlichen Möbeloberflächen und kostspieligerer Einrichtung eine sinnvolle Neuerung. Gleichfalls hat Neato an der WLAN-Konnektivität des Roboters gefeilt. Der D7 unterstützt ausdrücklich auch das 5Ghz-Band. Mit der überarbeiteten Neato App kommt pünktlich zum Marktstart des D7 des Weiteren die IFTTT-Integration, eine Freude für alle Befürworter der Hausautomatisierung. Amazon Alexa bzw. Echo und Google Home dienten bereits in der jetzigen App-Version der komfortablen Steuerung. Dank der Änderungen können ausnahmslos alle Modelle der Connected-Reihe künftig auch per AppleSmart-Watch oder Facebook Chat-Bot auf ihre Reise durch die eigenen vier Wände geschickt werden. Ob der Akku des D7 hinsichtlich der höheren Gebläseleistung ebenfalls an Kapazität gewachsen ist, blieb bis dato offen. Die Minderung des Gerätegewichts lässt dies jedenfalls nicht vermuten. Weitere Informationen werden Aufschluss darüber geben, ob der neueste Spross des Newarker Unternehmens auch in Bezug auf die Positionierung der Seitenbürste, die Kletterfähigkeit oder die Ladedauer Neuerungen bereit hält.

Automatisierungstrend

Mit dem Bosch Roxxter wird Anfang nächsten Jahres ein weiterer Hersteller den Markt mit einem interessanten Produkt bereichern. iRobots Roomba 980 kommt allmählich in die Jahre und dürfte spätestens 2018 ebenfalls durch ein Nachfolgemodell ersetzt werden. Die zunehmende Dynamik der Heimautomatisierung, ob man diese nun befürworten mag oder nicht, macht schlussendlich auch vor dem Markt der Serviceroboter nicht Halt. Mit allen Vor- und Nachteilen, welche SmartHome-Produkte mit sich bringen. Dabei fallen die interaktiven Neuerungen des D7 im Vergleich zu bereits existenten Produkten anderer Hersteller wie dem LG HomBot Square mit Home-Guard- und Home-View-Funktion moderat aus. Über den geplanten Verkaufsstart des Roboters schweigt sich Neato hingegen aus. Sicher ist, dass zahlreiche Onlineshops, welche die bisherigen Modelle des Herstellers im Sortiment führten, auch das neueste Exemplar der Connected-Reihe offerieren werden. Auf den Straßenpreis nach einigen Wochen darf man gespannt sein.

Fazit zum D7 Connected

Der Neato Botvac D7 Connected scheint eine gelungene Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers Botvac Connected. Einzig der Preis wirkt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 899 Euro inkl. Mehrwertsteuer in Europa, 799 US-Dollar exkl. Steuer im Heimatmarkt der USA etwas hoch gegriffen. Die Mehrleistung des Gebläses im normalen sowie im Turbo-Modus, die permanente Speicherung der Karte, welche eine anwenderfreundliche Absperrung einzelner Bereiche oder ganzer Zimmer bequem und komfortabel über die App ermöglicht, bieten entscheidende Mehrwerte im alltäglichen Gebrauch. Ob diese jedoch den Mehrpreis von 100 Euro rechtfertigen, muss sich zeigen. Neato gelang es über die vergangenen Jahre, sich stets als Innovator und Ideenschmiede der gesamten Branche zu positionieren. Wiederholt konnte der Konzern mit überzeugenden Produkten aufwarten und ließ auch im Service wenig Wünsche offen. Der D7 erscheint unter diesen Gesichtspunkten eine konsequente Evolution des Connected, insbesondere – so dürfen alle problemgeplagten Connected-Besitzer hoffen – im Hinblick auf die Hauptbürstenproblematik. Ein solches Fiasko darf den Amerikanern kein zweites Mal unterlaufen. Auch zeigten vergangene Exemplare der D-Serie häufiger Ausfälle der Seitenbürste sowie der Radantriebe. Qualität hat ihren Preis, zumindest in diesem Punkt scheinen die Kalifornier ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Die Roboter D3 Connected und D5 Connected überzeugen bis auf einige wenige Exemplare, deren NutzerInnen von regelmäßig abreißenden WLAN-Verbindungen berichten. Erfahrungen zur Langlebigkeit beider Typen liegen aufgrund der Markteinführung vor nicht einmal einem Jahr bis zum heutigen Tage nicht vor. Zuversichtlich gestimmt, dass Neato aus den Fehlern vergangener Jahre gelernt hat, darf man gespannt bleiben, welche Leistungsdaten der Konzern bezüglich seines neuen Topmodells D7 in den nächsten Wochen vor Verkaufsstart noch bekannt geben wird und, wie hiernach erste Testberichte ausfallen werden.

Ausführlicher Test zum Neato Botvac D5 Connected

Weitere Informationen zum Roboter als auch zur Handhabung finden Sie unter anderem im ausführlichen Test des Staubsaugers.

Neato Botvac D5 Connected vor Basisstation
Neato Botvac D5 Connected vor Basisstation

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