Zonenreinigung für Neato Botvac D7 Connected

Neato Botvac D7 Connected erhält Zonenreinigung

Neato erweitert die Fähigkeiten seines Flaggschiffmodells um die Zonenreinigung. Mit ihrer Hilfe lassen sich einzelne Segmente des Haushalts jederzeit per App oder zeitgesteuert reinigen. Eingerichtete No-Go-Linien werden gleichfalls berücksichtigt. Damit kommen die Newarker einem Versprechen nach, welches sie anlässlich der IFA 2018 allen KundInnen eines Neato Botvac D7 Connected machten. Die neue Funktion im Überblick.

Eines ist in den letzten Monaten deutlich geworden: Die US-Amerikaner liefern, was sie angekündigt haben. Die Software-Entwicklung mag zwar ab und an einige Wochen länger als erhofft in Anspruch nehmen, schlussendlich steht der Konzern zu gemachten Zusicherungen gegenüber seiner Stammkundschaft. Erst erhielten die unlängst auslaufenden Modelle Neato Botvac D3 Connected und Neato Botvac D5 Connected die Kartenspeicherung inkl. Absperrlinien, die sogenannten No-Go-Linien. Kürzlich erweiterte man gleichfalls die Funktionsvielfalt des Topmodells D7 um die Möglichkeit der Bereichsreinigung. Gezielt lassen sich nach Einspielen des OTA-Updates einzelne Räume, hier Zonen genannt, anfahren und säubern. Auf diese Weise lassen sich besonders beanspruchte Areale wie Essplätze in Küchen oder Hauseingänge in Fluren, die einer stärkeren Verschmutzung unterliegen, in die tägliche Reinigungsroutine einplanen. Im Unterschied zum unlängst bekannten Zonenreinigungskonzept von Roborock lässt sich eine zuvor erstellte und gespeicherte Zone gar zeitgesteuert per Timer-Programmierung beispielsweise direkt nach dem Frühstück saugen, während eine Komplettreinigung des gesamten Haushalts zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen wird.

Intuitiv, leicht einzurichten, überzeugende Funktion

Die Einrichtung gelingt selbst ErstanwenderInnen. Einziges Manko: Bislang sind nur Vier- bzw. Rechtecke verfügbar, um Räume als Zonen zu definieren. Zeichnet man jedoch über die Grenzen hinaus, lässt sich nahezu jeder Wohnungsschnitt sinnvoll in einzelne Segmente aufteilen, die anschließend farblich markiert werden. Zusätzlich lassen sich eindeutige Bezeichnungen vergeben, die anschließend dabei helfen, den Überblick zu wahren. Dank der intuitiven Bedienung ist innerhalb weniger – bei Vorliegen einer gespeicherten Karte – der eigene Haushalt in entsprechende Räume eingeteilt. Das Konzept der Newarker überzeugt, insofern man einen wichtigen Punkt nicht außer Acht lässt. Während als auch nach der Kartenerstellung des Haushalts darf sich weder die Position der Basisstation verändern, noch die Anordnung der Einrichtung im Bereich um diese herum. Gelingt dem Neato Botvac D7 Connected die Ortung seiner Position durch Abgleich der Kartendaten mit jenen Werten seines direkten Umfelds nicht, bricht dieser den Reinigungsvorgang nach Verlassen der Basis ab. Stellen Sie daher in jedem Fall sicher, dass Ihr Roboter an einer Stelle Ihres Haushalts untergebracht ist, die weder reizarm in Bezug auf Gegenstände im Scanbereich, noch von Kindern oder tierischen Hausbewohnern stark frequentiert ist. Fixieren Sie die Ladestation zusätzlich mittels doppelseitigem Klebeband, um jedwede Fehlerquelle im späteren Betrieb bereits im Vorhinein zu eliminieren.

Neato Nachrüstung bringt einen echten Mehrwert im Alltag. Nicht umsonst werben auch die Newarker explizit mit diesem Feature um neue KundInnen:

Sie können den Roboter beispielsweise so programmieren, dass er jeden Tag nach dem Frühstück unter dem Esstisch reinigt. Oder er reinigt den Eingangsbereich, nachdem die Kinder am Nachmittag von der Schule nach Hause gekommen sind.

Vor allem Familien dürften vom Prinzip der Zonenreinigung profitieren. Durch gezieltes Anfahren stärker beanspruchter Räumlichkeiten erfolgt eine spürbare Entlastung, selbst in Gegenwart der Haus- oder Wohnungsbewohner, die sich zur Zeit der Reinigung womöglich unlängst in einem anderen Bereich des Haushalts aufhalten. Einrichtung und Nutzung gelingen selbst Neulingen. In Kombination mit der Nutzung der No-Go-Linien ergeben sich vortreffliche Möglichkeiten der Nutzung.

Einrichtung der Zonenreinigung

Folgendermaßen müssen Sie vorgehen, um die Zonenreinigung zu nutzen. Laden Sie das letzte Firmware-Update auf ihren Roboter. Dessen Bezeichnung lautet: 4.4.0-72.

Schritt 1: Grundriss anlegen und speichern

Legen Sie, insofern noch nicht vorhanden, einen oder mehrere Grundrisse an.

Schritt 2: Zonen ein- und bezeichnen, speichern

Zeichen Sie je nach Bedarf mit dem Formenwerkzeug Zonen ein, die entweder einen einzelnen Raum, nur einen Teil dessen oder gleich mehrere Räumlichkeiten umfassen.

Vergeben Sie anschließend eindeutige Bezeichnungen für jede Ihrer Zonen, um Verwechslungen im späteren Betrieb auszuschließen.

Möchten Sie mehrere Räume zu einer einzigen Zone zusammenlegen, besteht des Weiteren die Möglichkeit, über bereits vorhandene Zonen eine weitere hinzuzufügen, die die geplante Fläche vollständig umfasst.

Schritt 3: No-Go-Linien hinzufügen

Fügen Sie No-Go-Linien hinzu, um Bereiche wie Kinderspielteppiche, freiliegende Kabel oder Teppiche mit Fransen zu separieren.

Schritt 4: Zeitsteuerung für zonen einrichten

Wechseln Sie anschließend in den Bereich Zeitsteuerung, um maßgeschneiderte Reinigungsaufträge für einzelne Zonen zu erteilen. Passen Sie die jeweiligen Zeiten Ihren konkreten Bedürfnissen an oder wählen Sie spontan eine Zone aus, um diese gezielt reinigen zu lassen.

Fazit

Nach aktuellem Stand lässt sich jeweils nur eine Zone auswählen, um diese zeitgesteuert zu reinigen. Möglicherweise erweitert Neato diese Option um die Mehrraumreinigung durch Auswahl gleich mehrerer Bereiche. Wünschenswert wäre dies in jedem Fall. Den Newarkern ist die Umsetzung der Zonenreinigung vortrefflich gelungen. Auf einem Tablet lassen sich die einzelnen Bereiche komfortabel einzeichnen, über die Zoomfunktion sogar relativ genau. Bei anderen Herstellern darf man indes getrost auf Nachbesserungen dieser Art warten. Dies verdeutlicht einmal mehr, dass Neato an der Zufriedenheit der eigenen Kunden durchaus gelegen ist.

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