Tipps für die WLAN-Einbindung

WLAN-Einbindung eines Serviceroboters

Soll der eigene Roboter per App komfortabel gesteuert werden, muss dieser in das heimische Netzwerk eingebunden werden. Worauf man hierbei achten sollte, erfahren Sie auf den folgenden Zeilen. Für weitere Informationen lohnt ein Blick in das Handbuch des Routers.

Ein Serviceroboter benötigt in vielen Fällen eine WLAN-Anbindung, über welche er einerseits mit der dem Nutzer zur Verfügung stehenden App kommuniziert sowie durch diese gesteuert wird, andererseits Informationen mit herstellerseitigen Servern austauscht. Ein derartiger Informationsaustausch kann dazu dienen, die auf dem Smartphone und/oder Tablet installierte Anwendung zu aktualisieren, die Firmware des Roboters auf den neuesten Stand zu bringen oder Kundendaten zu speichern, welche über das jeweilige Endgerät jederzeit abgerufen und hierdurch verfügbar gemacht werden können. Sicherheitsbedenken in Bezug auf die eigene Privatsphäre sind angesichts der vielfältigen Sensorik, mit welcher wir uns tagtäglich umgeben, durchaus angebracht. Auch Staubsauger- und/oder Wischroboter speichern Kundendaten, welche durchaus als sensibel zu bezeichnen sind. Während LiDAR-gesteuerte Roboter per Lasereinheit Räume oder ganze Stockwerke selbst in völliger Dunkelheit bis auf Zentimeter genau erfassen und teils über längere Zeiträume auf ausländischen Servern speichern, orientieren sich andere Haushaltshelfer über eine Kamera.

Sensible Kundendaten

Entstehende Grundrisse, Tagesabläufe und ähnliches mehr werden – je nach Entwicklungsstand der App – bei bestehender Internetverbindung sofort an etwaige Dienste des Herstellers weitergeleitet. Wer diese zumindest teilweise unterbinden oder seinen üblichen Mail- und Internetverkehr oder Multimediakonsum vor ihnen schützen möchte, dem obliegt seit Aufkommen der Gast-Zugangsoption in vielen Routern die Möglichkeit, den Roboter separiert in einem eigenen WLAN-Netzwerk mittels in seinen Rechten auf ungehinderten Zugriff des Internets eingeschränkten Filtern nachhaltig und im Sinne des Schutzes der eigenen Person zu betreiben. Beim Einrichten eines solchen Gast-WLANs sind je nach Routermodell unterschiedliche Dinge zu beachten, welche im Einzelnen dem jeweiligen Handbuch zu entnehmen sind. Die folgenden Schritte betreffen insbesondere die Geräte von Fritz!Box, gelten unter Umständen aber auch für andere Hersteller.

WLAN Einrichtung

Zur erstmaligen Einrichtung des Roboters sind im Menü des Routers alle voreingestellten oder manuell eingerichteten Rechteeinschränkungen freigegeben, damit der Vorgang erfolgreich abgeschlossen werden kann. Folgende Punkte sollten im Vorhinein geklärt werden, damit es beim späteren Einrichten nicht zu Problemen kommt:

  • Wahl des normalen WLAN-Netzwerks oder Gast-Zugangs
  • Aufstellen der Basis als auch des Roboters in unmittelbarer Nähe zum Router (Sichtweite)
  • Deaktivierung des 5Ghz-WLAN-Bandes bei Verbindungsproblemen
  • Wahl eines Sende- und Empfangskanals vorzugsweise im 2,4 GHz-Frequenzbands zwischen 1 und 11
  • Test der Internetverbindung
  • zur Einrichtung genutztes Smartphone und/oder Tablet muss – je nach Robotermodell – Bluetooth in der Version 3.0 oder höher beherrschen, Bluetooth sollte ferner aktiviert sein
  • Anschluss der Basis an Stromnetz während der Robotereinrichtung empfehlenswert
  • Smartphone und/oder Tablet sollte während der Einrichtung in unmittelbarer Nähe zum Roboter und Router aufbewahrt werden
  • das Drücken jeglicher Tasten am Roboter selbst als auch das Ausführen anderer Tätigkeiten am Smartphone und/oder Tablet sollte in der Einrichtungsphase tunlichst vermieden werden
  • Länge und -schwierigkeit des WLAN-Passworts können zu Problemen führen bei Einsatz ausgefallener Sonderzeichen
  • Neustart des Smartphones und/oder Tablets sowie Routers bei wiederholtem Fehlversuch empfehlenswert
  • Zugangsfilter im Gast-WLAN sollten während der Ersteinrichtung vorübergehend deaktiviert werden

Gastzugang zum Schutz des eigenen WLAN-Netzwerks

Erster Schritt: Gastzugang im Bereich WLAN aktivieren

  • Deaktivieren der folgenden Beschränkungen:
    • Nur Surfen und Mailen
    • Vorschaltseite anzeigen mit Informationen zu dem Anbieter des Gastzugangs
    • automatisch deaktivieren nach x Minuten oder sind zu deaktivieren
  • Aktivieren des folgenden Menüpunktes:
    • Die mit dem Gastzugang verbundenen WLAN-Geräte dürfen untereinander kommunizieren

Kontrolle der Filtereinstellungen

Hinweis: Die Zugangsfilter müssen nicht zwingend nur im Gast-Zugangsbereich definiert sein, diese können auch im Menüabschnitt Internet unter Filter für das Gast-WLAN gesetzt sein und müssen für den Vorgang der WLAN-Einbindung des Roboters vorübergehend aufgehoben werden:

  • Deaktivieren des Punktes unter alles außer Surfen und Mailen im Bereich Zugangsprofile unter Gast und Gesperrte Anwendungen

Fazit

Werden alle diese Faktoren bedacht, steht einer erfolgreichen Einbindung des Staubsauger- bzw. Wischroboters in das heimische WLAN-Netzwerk nichts entgegen. Sollten Sie nachträglich feststellen, dass ein eigenes Gast-WLAN für den Roboter eine sinnvolle Idee darstellt, können Sie die Initialisierung des WLAN-Vorgangs erneut herleiten, indem Sie am Roboter selbst die entsprechenden Tasten gedrückt halten, bis dieser eine akustische Meldung ausgibt und alle WLAN-Einstellungen zurücksetzt. Auch hierbei sollte darauf geachtet werden, dass jegliche routerseitigen Einschränkungen den Download und/oder die Einbindung des Serviceroboters in ein bestehendes Netzwerk verhindern können. Eine solche Einrichtung als Sicherheitsmaßnahme zugunsten Ihrer persönlichen Daten und zum Schutz Ihrer Privatsphäre nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, ist dennoch durchaus effektiv und demzufolge bei Einbindung eines Serviceroboters anzuraten.

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